Unser Programm

Fr. 1. Februar 201920:00

Gehörgänge
Die Kunst der Improvisation No. 18
HCL-Ensemble und Christoph Müller

Christoph MüllerEin musikalischer Abend mit Lesung von Textauszügen des Romans „Gehen, Ging, Gegangen“ von Jenny Erpenbeck. Sprecher: Christoph Müller, Staatstheater Hannover/Musik: HCL-Ensemble.

Der künstlerische Ansatz ist die Verbindung von Musik und Literatur, bei dem das Thema Flucht und Fremdheit nicht nur rational durchdrungen, sondern durch Musik und sprachliche Vortragskunst auch emotional gedeutet wird. Zu den Textauszügen wird das HCL-Ensemble live improvisieren. Weitere Aspekte des Abends sind: Verstärkung und musikalische Bebilderung, Abstraktion und Konzentration, innermusikalische Bebilderung, interdisziplinäre Kommunikation von Sprache und Musik. Des Weiteren ist das Spannungsfeld des Eigenen und des Fremden ein wichtiger Aspekt der Kunstrezeption und des sozialen Zusammenlebens.

Mitwirkende: Christoph Müller – Sprache, Hannes Clauß – Schlagzeug, Perkussion, Reinhart Hammerschmidt – Kontrabass, Hans Kämper – Posaune und Sebastian Venus – Klavier.

Eintritt: 15.00/erm. 10.00 – Bitte reservieren Sie Ihre Karten online oder telefonisch: 04481-920227 (AB).

Veranstalter: Jazzmusiker-Initiative Oldenburg e.V.

So. 3. Februar 201911:00

LiteraTour Nord
Steven Uhly: „Den blinden Göttern“

Steven UhlyDem Buchhändler Friedrich Keller wird von einem verwahrlosten Unbekannten ein Manuskript mit Gedichten zugespielt. Keller, neurotischer Einzelgänger und passionierter Kenner der Dichtkunst, beginnt eines Tages das Manuskript zu lesen und entdeckt bald, dass ihm ein Meisterwerk vorliegt. Geraume Zeit später erkennt er den Mann auf der Straße wieder und folgt ihm spontan in die derbe Welt einer Kneipe, wo er das Gespräch mit dem Genie sucht. Die Begegnung bringt seine Welt ins Wanken. Als der Dichter schließlich bei Keller zuhause aufkreuzt, gerät sie vollends aus den Fugen.

Steven Uhlys Roman, der die Gedichte tatsächlich enthält, lässt in einem klugen Spiel zwischen Dichtung und Wahrheit offen, ob hier eine wahre Geschichte oder eine Persiflage vorliegt.

Steven Uhly, 1964 in Köln geboren, studierte Literatur, promovierte und lehrte in Brasilien und Deutschland. Er übersetzt Lyrik und Prosa unter anderem aus dem Spanischen und Portugiesischen. Für seinen Roman Adams Fuge erhielt er den Tukan-Preis 2011, Glückskind (2012) wurde von Michael Verhoeven verfilmt. 2015 erschien der Gedichtband Tagebuch. Uhly lebt in München.

Eintritt: 9.00/erm. 7.00 – VVK: CvO-Unibuch, Uhlhornsweg, und unter Telefon 0441-71677

Veranstalter: Literaturbüro Oldenburg, Carl von Ossietzky-Universität und CvO-Unibuch

Photo: Mathias Bothor

Mi. 6. Februar 201919:30

Lenin, Jazz und Leberwurst
Eva Kurowski und A’dam Quartet: „When Lights are Low”

Mit ihrem alleinerziehenden Vater, einem Jazz-Musiker, zog sie in den siebziger Jahren als kleines Mädchen bei den Ostermärschen mit und krähte Arbeiterlieder. Später sang sie in Helge Schneiders erstem Kurzfilm die Titelmusik und spielte eine Hauptrolle. Durch die Arbeit an diesem Film lernte sie den Filmemacher Christoph Schlingensief kennen und gestaltete in seinem Mülheimer ‚Filmclub 69‘ das Vorprogramm. Die Sängerin, Komponistin, Autorin und Schauspielerin Eva Kurowski erzählt in ihrem Buch Gott schmiert keine Stullen von einer gemütlich-grauen Kindheit im Ruhrgebiet, von ihrem Vater, der mit Phantasie und Wärme versucht, den Alltag zu meistern, von Leberwurststullen und ihren ersten Schritten als Jazzsängerin auf den Bühnen dieser Welt. Dort ist sie schon lange angekommen. Und musikalische Verbindungen führen sie jetzt nach Oldenburg.

A'dam QuartetMit dem A´dam Quartet hat sie ganz aktuell das Album When Lights are Low aufgenommen. ‚Cool‘ und mit lässigem Swing präsentiert das Quartett darauf eine Auswahl Standards in der Tradition der Clubmusik der 1960er Jahre. Bei fünf Songs wird Eva Kurowski gefeatured, die den amerikanischen Standards mit ihrer Interpretation und teilweise mit deutschen Texten eine ganz eigene Färbung gibt. Im Musik- und Literaturhaus liest sie aus ihrem Buch, stellt neue, unveröffentlichte Geschichten vor und präsentiert mit den Musikern das neue Album: Eva Kurowski (Gesang), Jörn Anders (Trompete), Dirk Balthaus (Piano), Sven Schuster (Bass), Joost Kesselaar (Schlagzeug).

Eintritt: 15.00/erm. 10.00 – Bitte reservieren Sie Ihre Karten per E-Mail unter literaturbuero@stadt-oldenburg.de oder telefonisch: 0441-235 3014

Veranstalter: Literaturbüro Oldenburg in Kooperation mit dem Jazzclub Alluvium

Sa. 9. Februar 201920:00

Jorge Luis Pacheco Quartett ***ausverkauft!

Bitte beachten Sie: Für dieses Konzert sind keine Reservierungen mehr möglich. Alle bisherigen Reservierungen behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit.

Jorge Luis PachecoNach vielen Konzerten u.a. mit Dave Weckl und Lenny White und 2 neuen CDs, davon eine als Livemitschnitt des Wilhelm 13 Konzerts von 2017, ist der kubanische Pianist Jorge Luis Pacheco wieder im Wilhelm 13 zu Gast. Jorge ist einer der führenden jungen Pianisten der neuen Jazzgeneration auf Kuba. Er ist ein virtuoser Pianist, Komponist, Arrangeur, Percussionist und Sänger, der in der ganzen Welt konzertiert hat und in renommierten Jazzclubs, wie Dizzy’s Jazz at Lincoln Center, im Apollo Theater, auf Festivals – wie dem Blue Note Jazzfestival in New York – aufgetreten ist.

Anna PachecoGemeinsam mit Anna Rabea Pacheco (voc), Thomas Hempel (dr) und Helmut Reuter (b) hat er ein Konzertprogramm zusammengestellt, das aus eigenen Kompositionen, raffinierten Bearbeitungen kubanischer Klassiker und anspruchsvoll arrangierten Songs mit zweistimmigem Gesang besteht.

Jorge Luis Pacheco auf YouTube:

Weitere Infos: pachecopiano.com

Eintritt: 18.00/erm. 10.00 – Es können keine Karten mehr reserviert werden. Eventuell gibt es noch Restkarten an der Abendkasse.

Veranstalter: Jazzmusiker-Initiative Oldenburg e.V.

Mi. 13. Februar 201919:30

Lesebühne Metrophobia
Die Schönheit des Scheiterns

Blanke BrunsSie haben eine wunderschöne Idee am Computer aufgeschrieben und dann vergessen zu speichern? Ihnen fliegt im Schlaf ein außergewöhnliches Konzept für einen Film über einen heldenhaften Sternenkrieger zu, und dann erzählt Ihnen jemand was von Star Wars? Annika Blanke und Christian Bruns kennen das. Weil sie selbst die Meister großer und kleiner Misserfolge sind, widmen sie dem Scheitern einen ganzen Abend: Sie berichten von lustigen Zwischenfällen und von Momenten, in denen sich objektives Scheitern in einen subjektiven Sieg verwandelt – in einer Zeit, in der es für alles eine Bedienungsanleitung gibt, außer für das eigene Leben. Und sie fragen sich, wie eigentlich die Tastenkombination lautet, mit der am Abend die peinlichsten fünf Minuten des Tages gelöscht werden können. Der literarische Gast Mirko Gilster gewann 2016 die Niedersächsisch-Bremischen Poetry Slam-Landesmeisterschaften. Der Oldenburger Singer-Songwriter Linc van Johnson überzeugt als vokaler Tausendsassa und humorvoller Entertainer mit seiner facettenreichen Stimme.

Annika Blanke tritt seit 2004 auf den Slam-Bühnen der Republik auf. 2012 erschien ihr Debütroman Born: Toulouse, 2017 unter dem Titel Neulich war gestern noch heute ein Sammelband mit ihren besten Bühnentexten und Kurzgeschichten. Christian Bruns ist Mitbegründer und Slam-Master des Oldenburger Poetry Slams ‚Slamprodukt‘.
Weitere Informationen gibt es unter www.metrophobia.de.

Eintritt: Vorbestellte Karten kosten 5.00, Karten an der Abendkasse 6.00. Karten können unter der Email-Adresse ac@metrophobia.de vorbestellt werden.

Veranstalter: Literaturbüro in Kooperation mit Annika Blanke und Christian Bruns

Photo: Tanja Beckmann

Do. 14. Februar 201920:00

Donata Jan Trio

Donata JanDank eines Erasmus-Austausch-Semester landete die Litauerin Donata Jan im Oktober 2013 in Hannover. Die Begegnungen und Eindrücke, die die Musikerin in der Leinestadt machte, waren für die damals 21-Jährige dermaßen inspirierend, dass sie kurzerhand beschloss, ihr Musikstudium nach Deutschland zu verlagern. Unter den Musikern die sie in Deutschland kennenlernte, waren auch der Bassist Hervé Jeanne und der Schlagzeuger Matthias Meusel. Beide sind etablierte und gefragte Musiker, sie bildeten u.a. die Rhythmusgruppe in der Band des Sängers Roger Cicero. Eine gemeinsame Session machte schnell deutlich, dass alle drei eine gemeinsame Sprache sprechen, eine Sprache in der moderner Jazz, Neo-Soul und Singer-Songwriter-Pop gleichermaßen ihren Platz haben. Doch nicht nur die Stil-Vorlieben passten, es entstand auch eine sehr fruchtbare Art der Zusammenarbeit bei der die Songs größtenteils bei den Proben in Teamarbeit entstehen. Aus Ideen und Fragmenten werden Originalkompositionen, die von den Persönlichkeiten der einzelnen Musiker geprägt sind.

Donata Jan wuchs in einer Musikerfamilie in Litauen auf. Ihre Mutter ist Komponistin der modernen Klassik, ihr Vater spielt im litauischen Symphonieorchester die Trompete. So wuchs Donata permanent umgeben von Musik, Tönen und Klängen auf. Mit vier Jahren begann sie, Klavier zu spielen und bekam bald darauf klassischen Unterricht. Mit elf entdeckte sie beinahe zufällig ihr Gesangstalent und begann die ersten Songs zu schreiben. Sie hörte Musik der unterschiedlichsten Style, am meisten schlug ihr Herz allerdings für Funk- Soul- und Jazz-Musik. Später absolvierte sie den Bachelor für Jazz-Piano in Litauen. In Hannover studierte sie zunächst Jazz-Piano und wechselte dann auf Gesang als Hauptfach. Ihr aktuelles Trio ist für Donata die ideale Besetzung um alle unterschiedlichen Musikrichtungen einfließen zu lassen, die sie auf ihrem Weg begleiteten. Auch in ihren Texten spiegelt sich eine große Vielfalt: Donata schreibt über eigene Gefühle, Kindheits- und Heimats-Erinnerungen, Sitationen des Alltags oder Begegnungen mit besonderen Menschen.

Hervé Jeanne stammt aus Luxemburg, wo er seine ersten Gehversuche auf dem E-Bass in der Jazzabteilung des Konservatoriums machte. Nach dem Abitur studierte er Kontrabass in Hannover und reiste anschließend regelmäßig nach New York um sich von Legenden wie Ray Brown, Dave Holland und Eddie Gomez inspirieren zu lassen. Bereits während seines Studiums etablierte er sich als gefragter Sideman. Von 2004 bis 2016 war er fester Bassist in der Band von Roger Cicero. Darüberhinaus begleitete er Künstler wie die New York Voices, Bill Ramsey, Ack van Rooyen und viele andere. Seit 2012 betreibt Hervé sein eigenes Tonstudio, welches auf Aufnahmen akustischer Musik spezialisiert ist.

Matthias Meusel ist ein echtes Multi-Groove-Talent, jemand der die ganze Bandbreite zwischen Jazz, Pop, Crossover, Funk und Punk nicht nur kennt, sondern auch mit einer außergewöhnlichen Brillanz darbieten kann. Als Studio- und Livedrummer spielt er bis heute zahlreiche Produktionen und Tourneen in und außerhalb Europas und hat sich durch sein vielseitiges und musikalisches, aber immer auch eigenständiges und songdienliches Spiel einen Namen gemacht. Seine Creditliste ist zu lang um hier aufgeführt zu werden, darauf befinden sich u.a. Namen wie: Take Six, Till Brönner, Randy Crawford, Roger Cicero, Xavier Naidoo, Reinhard Mey und viele andere.

Donata Jan – Gesang & Piano
Hervé Jeanne – Kontrabass
Matthias Meusel – Schlagzeug

Eintritt: 15.00/erm. 10.00 – Bitte reservieren Sie Ihre Karten online oder telefonisch: 04481-920227 (AB).

Veranstalter: Jazzmusiker-Initiative Oldenburg e.V.

Fr. 15. Februar 201920:00

Radius

RadiusRadius ist unterwegs auf einer Reise von John Scofield zu Brad Mehldau, macht Halt in New York und feiert mit Jimi Hendrix eine Party bei Joshua Redman. Kaleidoskopartig lässt sich erkennen, wie sich diese vielen kleinen bunten Bausteine zu einem sich stetig verändernden Sound zusammensetzen. Den Musikern gelingt das mit einer außergewöhnlichen Mischung aus instrumentaler Fertigkeit und euphorischer Begeisterung für die Musik.

Auf dem im September 2016 erscheinenden Debüt-Album der Band stellen die beiden Bandleader Jonas Vogelsang und Stefan Rey ihre musikalische Entwicklung der letzten Jahre vor. Als Trio 2011 gegründet, waren sie schon live im WDR und im Deutschlandfunk Kultur zu hören und haben sich daraufhin mit Constantin Krahmer um eine Vielzahl an Klavier- und Synthie-Klängen erweitert. Seit 2018 spielt Alex Bernath, bekannt aus der Jamal Thomas Band, Schlagzeug bei Radius.

Egal ob morgens beim ersten Kaffee oder draußen beim Festival, Radius präsentiert sich als eine außergewöhnliche und vielseitige Einheit, die es versteht, den Zuschauer auf ihrer musikalischen Reise mitzureißen.

Besetzung:
Jonas Vogelsang – Gitarre
Stefan Rey – Bass
Constantin Krahmer – Keyboard
Alex Bernath – Schlagzeug

Audiovisuelle Eindrücke von Radius aus dem Wohnzimmer:

Weitere Informationen gibt es auf Facebook: http://www.facebook.com/radiusgroove

Eintritt: 15.00/erm. 10.00 – Bitte reservieren Sie Ihre Karten online oder telefonisch: 0179-7663588

Veranstalter: Jazzclub Alluvium e.V.